• Sa
    10
    Sep
    2022
    20.00 UhrMetropol Theater Bremen, Myfair
    Einakter von Tankred Dorst
    erzählt die Geschichte eines Geschwisterpaares, das an einer steilen Bergkurve lebt von der immer wieder Autos herabstürzen. Reparatur und Verkauf der Fahrzeuge sichert den Lebensunterhalt, Beerdigung der Insassen und Eingaben an das Verkehrsministerium erhält die Moral bis eines Tages ein Unfallopfer überlebt…
    es spielen: Sabine Urban, Franziska Mencz und Ralf Knapp
    am Cello: Lynda Cortis / Matthias Boutros
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  • Mi
    28
    Sep
    2022
    20:00Bremer Theater, Kleines Haus

     

    Ein Schauspiel über die Weitergabe von Traumata zwischen den Generationen.

    Nach der Vorstellung wird es einen Kurzvortrag der Traumapädagogin Julia Bialek über die Folgen transgenerational weitergegebener Traumata mit anschließendem Publikumsgespräch geben.

    Mit Irene Kleinschmidt und Franziska Mencz

    Buch und Regie: Hans König

    Susanne pflegt ihre sterbende Mutter Waltraut. Gemeinsam leben sie in Quedlinburg. Kurz vor dem zu erwartenden Tod Waltraut erscheint die jüngere Schwester Inga, die schon lange im Westen lebt. Sie möchte ihre Mutter ein letztes Mal sehen. Die beiden Schwestern haben sehr verschiedene Lebensläufe, Ansichten und Werte. Susanne, die die Mutter jahrelang pflegte, sieht sich als Opfer der Wende und des politischen Systems. Die jüngere Schwester ist als erfolgreiche Akademikerin im Westen „angekommen“. In einem schmerzhaften Annäherungsprozess entdecken sie, wie sehr die von der Kriegs- und Nachkriegszeit geprägten Verhaltensmuster ihrer Großmutter und Mutter sie geprägt haben. Hierüber finden sie langsam wieder einen Zugang zueinander. Wölfinnen thematisiert dabei besonders die Übertragungen erlittener Traumata zwischen den Generationen an die Oberfläche. Was Susanne und Inga nicht wissen, zieht sich gleichsam wie ein roter Faden durch das Stück. Ihre Mutter Waltraut ist das Kind einer Vergewaltigung der Mutter durch einen Soldaten. Begleitet von einer lebenslangen, mehr oder weniger offene Ablehnung durch den deutschen Ehemann ihrer Mutter, der erst Jahre später aus russischer Kriegsgefangenschaft zurückkehrte, wurde Waltrauts Geschichte in der Familie aktiv „beschwiegen“. WÖLFINNEN beleuchtet, was diese Verweigerung einer Auseinandersetzung und die damit verbundene Weigerung, die Verbrechen an den Frauen als solche zu benennen und ihr erlittenes Leid anzuerkennen für die betroffenen Frauen und ihren Nachfahren bedeutet.

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